Die Arbeitswelt im Wandel – Wie arbeiten wir nach der Pandemie?
Durch die Corona-Pandemie hat sich das Arbeitsleben radikal verändert. Statt Büroalltag und Pendeln arbeiten viele Menschen dauerhaft im Home Office. Nur Übergang oder neue Arbeitsform?
4 März, 2021 durch
Die Arbeitswelt im Wandel – Wie arbeiten wir nach der Pandemie?
GDI Gottlieb Duttweiler Institute
 

Seit fast einem Jahr arbeiten viele von uns zu Hause. Und dank digitaler Hilfsmittel wie Online-Meetings und Webinaren funktioniert dies auch reibungslos. Die Vorteile des Home Office liegen auf der Hand: Ohne Pendeln bleibt mehr Freizeit, gleichzeitig entlasten wir die Umwelt.

Es herrscht Einigkeit: Das Home Office wird nicht einfach verschwinden. Studien des Immobilien-Beratungsunternehmens Wüest Partner kommen zum Schluss, dass sich der Anteil der Unternehmen mit Home Office von 12 Prozent (Stand vor Corona) auf 30 Prozent mehr als verdoppeln wird. Je nach der berücksichtigten Branche kommen andere Studien zu höheren Werten von bis zu 50 Prozent.

Der Zustand, den wir während der Pandemie erleben und der uns ins Home Office zwingt, ist allerdings eine Extremsituation. ExpertInnen sind sich deshalb einig, dass die Zukunft der Büroarbeit hybrid ist: Weder werden wir fast ausschliesslich im Büro arbeiten wie vor Corona, noch bleiben wir fast immer zu Hause wie während der Pandemie.

Wird zum Arbeiten nicht mehr ins Büro gependelt oder zumindest nicht mehr jeden Tag, spielt die Distanz zwischen Wohnort und Arbeitsplatz eine viel weniger grosse Rolle. Das macht es ArbeitnehmerInnen möglich, Stellen anzunehmen, die früher zu weit entfernt gewesen wären.

Auf der anderen Seite entstehen so auch für Arbeitgeber neue Möglichkeiten: Sie sind beim Zusammenstellen eines Projektteams nicht auf die Angestellten beschränkt, die bei ihnen im Büro arbeiten. Vielmehr können sie ihre Teammitglieder theoretisch auf der ganzen Welt rekrutieren. «So, wie ein Filmproduzent in Hollywood sich den besten Regisseur, die beste Kamerafrau und die besten Schauspieler sucht, könnten die Unternehmen so Teams aus Superstars zusammenstellen», meint Karin Frick, Forschungsleiterin des Gottlieb Duttweiler Instituts.

Für die Angestellten könnte das den Effekt haben, dass Festanstellungen mit ihren Vorzügen wie Sozialleistungen und konstanter Beschäftigung langsam verschwinden – zugunsten von Modellen, die man aus der sogenannten «Gig Economy» wie zum Beispiel bei Uber kennt: Die Unternehmen würden die Arbeit der Leute im Home Office nur noch dann in Anspruch nehmen und bezahlen, wenn sie sie gerade brauchen.

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