Peacetalking oder die Kunst, Frieden herzustellen
Norwegen ist eine diplomatische Macht. Es vermittelt in internationalen Konflikten mit einer ganzen Abteilung des Aussenministeriums. Deren Leiterin Tone Allers erzählt, wie man Vertrauen zwischen Feinden schafft und warum es dafür Frauen braucht.
30 Mai, 2014 durch
Peacetalking oder die Kunst, Frieden herzustellen
GDI Gottlieb Duttweiler Institute







Frau Allers, warum steckt ein Land fast am nördlichen Ende der Welt so viel Energie in die Friedensförderung?


Die norwegische Aussenpolitik ist stilprägend. Politikwissenschaftler sprechen vom «norwegischen Modell». Was zeichnet ihre Politik aus?



Gibt es da bekannte Beispiele?




Gibt es Gruppen, mit denen Sie nicht sprechen würden?


Werden Sie denn häufig um Hilfe gebeten?


Häufiger, als Sie helfen können?


Wie entscheiden Sie dann, wo Sie eingreifen?



Sie sagten, Sie würden mit jedem reden, der bereit ist, sich auf einen politischen Prozess einzulassen. Wann sind Kämpfende dazu bereit?



Das ist sehr eigenartig. Warum machen Sie einen Waffenstillstand nicht zur Bedingung für Gespräche?



Manchmal haben die Verhandlungspartner sich Jahrzehnte bekämpft, sie müssen sich ja hassen gelernt haben, in dieser Zeit. Wie nehmen Sie Druck aus den ersten Treffen?


Wenn Sie Verhandlungen beginnen, legen Sie immer viel Wert darauf, Frauen miteinzubeziehen. Warum?


Norwegen begann vor gut 25 Jahren, den Frieden in der Welt zu fördern. Dieses Engagement wurde eine der Säulen der norwegischen Aussenpolitik. Allerdings gibt es nur ziemlich wenige echte, grosse Friedensabkommen wie etwa das Oslo-Abkommen. Wenn Sie zurückblicken: Hat Norwegen einen guten Job gemacht?


Wie können wir uns das eigentlich vorstellen, wenn Sie zwei Parteien bei ihren Gesprächen unterstützen? Haben Sie, ähnlich wie Geheimdienste, «safe houses», die Sie zur Verfügung stellen können?


Welche Eigenschaften braucht ein guter «facilitator»?



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