Black Friday 2025
Attraktivitätsverlust eines Retail Rituals
Autoren: Gianluca Scheidegger, Johannes C. Bauer
GDI Studie Nr. 62
Sprache: Deutsch
2025/26
DOI 10.59986/YHTS3844
Rabattaktionen gehören längst zum Alltag des Einzelhandels. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielten in den letzten Jahren von den USA übernommene saisonale Aktionstage wie der Black Friday und Cyber Monday. Selbst wenn die Umsätze dadurch kurzfristig ansteigen, ist die Profitabilität längst nicht gegeben. Zudem sind die Erwartungen der Konsument*innen durch den intensiven Werbedruck mit hohen Rabattaussichten entsprechend hoch.
Die repräsentative Befragung von Konsument*innen im DACH-Raum zeigt ein klares Bild der Ernüchterung rund um den Black Friday, sowohl für die Kundschaft wie aus Handelssicht:
- Black-Friday-Angebote lösten bei den Konsument*innen doppelt so oft Enttäuschung wie Begeisterung aus. 90 Prozent halten den Black Friday für teilweise überbewertet.
- 2025 wurden in der Schweiz am Black Friday hochgerechnet rund 703 Millionen Franken Umsatz erzielt. Im Schnitt kauften die Shopper drei Artikel für total 200 Franken und erhielten darauf 30 Prozent Rabatt.
- Da viele der Befragten die Produkte auch ohne Black Friday gekauft hätten, verzeichnet der Schweizer Handel eine Negativbilanz: Dem geschätzten Zusatzumsatz von 196 Millionen Franken steht ein Wertverlust von rund 291 Millionen Franken gegenüber.
Die Ergebnisse zeigen, wie Konsument*innen den Black Friday in Deutschland, Österreich und der Schweiz bewerten und wie viel sie eingekauft haben. Zudem erlaubt die Hochrechnung eine Einschätzung der erzielten Umsätze sowie der verteilten Rabatte in den jeweiligen Ländern.
Studienautoren
Dr. Gianluca Scheidegger
Senior Researcher
gianluca.scheidegger@gdi.ch
+41 44 724 62 43
Dr. Johannes C. Bauer
Head of Think Tank, Member of the Executive Board
johannes.bauer@gdi.ch
+41 44 724 62 08