Robin Hanson: «Wir liegen öfter falsch, als wir glauben»
«Wenn wir nicht wissen, weshalb wir etwas tun, erfindet unser Gehirn einen Grund. Das lässt uns zweifeln. Wie oft liegen wir falsch?» Dies fragte der Ökonom Robin Hanson in einem TED-Talk. Letztes Jahr sprach er am GDI-Trendtag.
25 Januar, 2018 durch
Robin Hanson: «Wir liegen öfter falsch, als wir glauben»
GDI Gottlieb Duttweiler Institute

Wir gehen davon aus, dass wir meist richtig liegen. Dies bestätigen wir uns selbst durch plausible Erklärungen. Nur, unser Gehirn ist gebaut, uns zu befriedigen. Es liefert uns überzeugende Gründe für unser Verhalten. Oder erfindet diese. Wie massiv werden wir durch uns selbst getäuscht?

Ziemlich massiv, sagt der US-amerikanische Ökonom Robin Hanson im TED-Talk zu seinem neuen Buch «The Elephant in the Brain». Wir täuschen uns selbst zum Beispiel, wenn wir lachen. Die logische Erklärung dafür ist, dass jemand etwas Witziges gesagt hat. Meistens lachen wir jedoch, um unserem Gesprächspartner zu zeigen, dass wir ihn sympathisch finden.

Getäuscht würden wir auch, wenn wir zum Arzt gingen, so Hanson weiter. Vermeintlich suchten wir einen Mediziner auf, um gesund zu werden. Nur, zwischen Gesundheit und Medizin bestehe keine direkte Verbindung. Patienten, die mehr Medikamente oder ärztliche Betreuung erhielten, seien nicht gesünder als ihre weniger betreuten/behüteten Zeitgenossen.

Worauf können wir also noch vertrauen? Diese Frage wirft der letztjährige GDI-Trendtag-Referent Robin Hanson auf und beantwortet sie im TED-Talk zu seinem Buch.

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