Ian Goldin: «Wir müssen weltweit viel mehr Solidarität zeigen»
Krise folgt auf Krise folgt auf Krise. Wie stellen wir uns dagegen? Welche Lösungen gibt es, Pandemien, Hungersnöte und Kriege zu verhindern? Ian Goldin, Professor für Globalisierung und Entwicklung an der Universität Oxford, formuliert im Video und an der 72. Internationalen Handelstagung seine Forderungen für eine bessere Zukunft.
2 Juni, 2022 durch
Ian Goldin: «Wir müssen weltweit viel mehr Solidarität zeigen»
GDI Gottlieb Duttweiler Institute

Klimawandel, Covid-19-Pandemie, der Krieg in der Ukraine. «Business as usual» hat zu diesen Katastrophen geführt. Und Krisen treten immer häufiger auf. Um künftige Pandemien abzuwehren, den katastrophalen Klimawandel zu stoppen, Finanzkrisen zu verhindern und eine stabilere Welt zu schaffen, brauche es einen radikalen Kurswechsel, sagt Ian Goldin in einem TEDx-Vortrag. Goldin ist Professor für Globalisierung und Entwicklung an der Universität Oxford.

«Obwohl radikale Reformen beängstigend klingen, sind sie doch weit weniger bedrohlich als die dystopischen Alternativen», so Goldin. Wir müssten den Wandel daher annehmen. Es sei nötig, dass wir für die systemrelevanten Fachkräfte nicht nur Beifall klatschten, sondern sie tatsächlich anständig bezahlen. Und dass wir unsere Welt nicht nur integriert nennen würde, sondern auch entsprechend handelten.

Wir müssten weltweit viel mehr Solidarität zeigen, meint Goldin. Es gäbe keine Mauer, die hoch genug sei, um die grossen Gefahren, denen wir gegenüberstehen, fernzuhalten – seien es der Klimawandel, Pandemien oder andere Katastrophen wie Krieg. Was hohe Mauern indes sehr wohl abhalten würden, sei die Bereitschaft zur Zusammenarbeit:

 
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