Food-Trends: Tech ermöglicht Romantik
Geht es um Ernährung, bewegen sich die KonsumentInnen in einem Spannungsfeld: Sie sprechen zwar von Wohlbefinden, Tierwohl, Frische, Natürlichkeit, Regionalität. Doch hinter den Kulissen geht es immer mehr auch um Plattformen, Algorithmen, Big Data, Biochemie, Gentech und Ertragsoptimierung. GDI-Forscherin Christine Schäfer erläuterte in einem Vortrag das Dilemma.
12 Mai, 2021 durch
Food-Trends: Tech ermöglicht Romantik
GDI Gottlieb Duttweiler Institute

Heute entscheide oft unsere Sehnsucht nach Authentizität, Romantik und Natürlichkeit über unsere Ernährung. Aber wenn wir bis im Jahr 2050 knapp zehn Milliarden Menschen ernähren möchten, müssten wir umdenken. So fasste GDI-Forscherin Christine Schäfer das Dilemma der KonsumentInnen in einem Vortrag an der Hauswirtschaftstagung der Berufsbildungsschule Grangeneuve zusammen.

Wir müssten das globale Food-System als Ganzes betrachten und unsere Ernährungs- und Produktionsweisen radikal ändern, sagte Schäfer. Dabei würden wir um eine umfassende Technisierung nicht herumkommen. Beispiele dafür seien Automatisierung, Vernetzung, genetisch modifizierte Organismen, alternative Proteinquellen, Augmented-Reality-Retail und individualisierte Menüs.

Es sei die Technik, die heute Romantik erst ermögliche: Wir bevorzugten Gemüse vom Bio-Bauern, aber gingen nicht mehr auf den Markt, sondern bestellten es via Smartphone-App im Abo. Oder wir versuchten, die Tiere mit alternativen Proteinen aus dem Labor vor Massentierhaltung zu schützen.

Sehen Sie hier den ganzen Vortrag von GDI-Researcherin Christine Schäfer im Video:

GDI-Researcherin Christine Schäfer referiert zu Food- und Delivery-Trends an Ihrem Event – vor Ort oder online.

GDI-Studie Nr. 47 / 2019

Sprachen: Deutsch, Englisch

Farms, Labs and Beyond: Fixing a Broken Food System

– Die Konferenz findet online und auf Englisch statt –

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