«Der Status Quo führt ins globale Desaster»
John Bielenberg über die Dringlichkeit neuer ökonomischer Ideen und über seine Erfolgsrezepte im Social Business.
4 März, 2012 durch
«Der Status Quo führt ins globale Desaster»
GDI Gottlieb Duttweiler Institute

Common ist eine Online-Plattform für kreative Macher, die mit Kollaboration die kompetitiven Werte des Kapitalismus aufweichen möchten. Mitbegründer John Bielenberg wird den GDI-Trendtag als Referent besuchen und beantwortete per E-Mail vorab unsere Fragen.

Wie viele Freunde haben Sie?
Ha! Ich habe 1370 Facebook-Freunde und 2951 Followers auf Twitter. Und 34 andere...

Die These des Trendtag lautet, dass im Social Business Beziehungen zu einer neuen Währung werden. Was heisst das?
Ganz einfach: mehr Freunde = mehr Geld.

Und der Titel des Trendtages, «Der Kult des Sozialen», wie interpretieren Sie den?
Kurz: Wir sind am Arsch. So siehts aus. Der ökonomische Status Quo ist inakzeptabel und nicht aufrecht zu erhalten. Die Wirtschaft muss sich in Richtung Social Enterprise entwickeln, wenn wir noch Hoffnung haben wollen, ein globales Desaster aufzuhalten.

Wer inspiriert Sie auf diesem Weg?
Ich finde TED macht einen hervorragenden Job, wenn es darum geht, relevante Ideen zu verbreiten. Und sie gedeihen auch als Soziales Unternehmen.

Es scheint derzeit alles «social» zu sein, von Marketing über Medien bis zu Währungen. Warum ist das überhaupt so? Weil unsere einzige Hoffnung darauf beruht: Von einer Ich- zu einer Wir-Einstellung gelangen.

Was bedeutet das für Marken?
Marken beziehen ihren Wert in Zukunft nicht mehr aus der Verknappung, sondern aus dem Überfluss beziehen. Und zwar deshalb, weil Leute, die Marken prägen, nicht mehr gegeneinander, sondern miteinander arbeiten werden.

Und was braucht es heute für Erfolg im Social Business?
Falsches Denken.

John Bielenberg hält am GDI-Trendtag eine Präsentation mit dem Titel «Collaborative Business: Rettet die Welt und habt Spass dabei!».

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