3-D-Shopping: Die neuen Flagshipstores sind online
Die meisten Online-Shops basieren heute auf dem selben Kachel-Design, das Amazon vor 25 Jahren das erste Mal nutzte. Dem will Gründerin Neha Singh mit ihren 360-Grad-Online-Shops etwas entgegenstellen. Wie ihre Shops aussehen und warum das Kapitalgebern kürzlich 3,4 Millionen US-Dollar wert war, zeigte sie hier in einem Video und an der GDI-Handelstagung.
10 Juni, 2021 durch
3-D-Shopping: Die neuen Flagshipstores sind online
GDI Gottlieb Duttweiler Institute
 

Bekannt: Menschen sind soziale Wesen. Darum suchen sie den Austausch, nicht zuletzt beim Shopping in der Mall. Neu: Es braucht Alternativen für Zeiten und Situationen, in denen der Face-to-Face-Kontakt nicht möglich ist. Das hat uns die Corona-Pandemie überdeutlich gezeigt.

Die Amerikanerin Neha Singh arbeitet mit ihrem Start-up Obsess an genau so einer Alternative. In ihren 3-D-Online-Shops kann man einkaufen, als wäre man vor Ort. Singh nennt das: Erlebnis-E-Commerce. Vor allem Produktkategorien, die man erst entdecken muss, liessen sich so ansprechend virtuell darstellen. Die Pandemie gab Singhs Unternehmen und dem Geschäftsmodell, welches sie verkauft, ordentlich Anschub: «Händler sehen heute den Onlineshop als ihren neuen Flagshipstore an», sagt sie. Dies bedeute auch eine Abkehr vom 25 Jahre alten E-Commerce-Design à la Amazon.

Mit Hilfe von Augmented- und Virtual-Reality hat Singh bereits mehr als 60 virtuelle Shops aufgebaut, und zwar für Weltmarken wie Tommy Hilfiger, Samsung oder Christian Dior. VR-Brillen oder besondere Apps benötigen die KundInnen für den virtuellen Store-Besuch nicht mehr. Während der Pandemie sammelte sie für ihre Geschäftsidee 3,4 Millionen US-Dollar Seedkapital ein. Wie ihre Shops aussehen, zeigt Singh hier im Video und an der 71. Internationalen Handelstagung:

Javier Goyeneche: «Das Fashion-Geschäftsmodell funktioniert nicht»

30 Minuten – so lang nutzen wir im Durchschnitt eine Plastiktüte. Danach werfen wir sie weg. Nicht selten landet sie am Ende im Meer, so wie 5 bis 13 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr. Javier Goyeneche macht daraus Kleidung. Hier und an der GDI-Handelstagung erklärte er sein Geschäftsmodell.

Zirkuläre Fashion-Wirtschaft: Wie Stéphanie Crespin mit ihrem Start-up Reflaunt die Luxus-Branche revolutioniert

Mit ihrem Start-up Reflaunt bringt Stéphanie Crespin mit Hilfe der Blockchain Luxus-Brands mit dem Second-Hand-Markt zusammen. Erst kürzlich sammelte sie für ihr Vorhaben 2.7 Millionen US-Dollar ein. Crespins Ziel ist kein geringeres, als das Nachhaltigkeitsproblem der Fashion-Branche zu lösen.

Wie sich ein Discounter im Schweizer Lebensmittelmarkt behauptet

Ob Einkauf um die Ecke oder Lieferung vor die Haustür, die Pandemie zeigte: Die Nähe zu den KundInnen wird immer wichtiger. Welche Schlüsse Mario Irminger, CEO des Discounters Denner, gezogen hat, erklärte er im Video und an der GDI-Handelstagung.

Diesen Beitrag teilen
Archiv